Nur rund fünf Kilometer vom Hotel Juwel entfernt, gleich hinter der österreichischen Grenze, liegt Obernberg, das „tausendjährige Juwel am Inn“.

Der malerische Ort hat eine Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten, zum Beispiel eine Burganlage mit historischem Garten, ein Kunstmuseum und einen der schönsten Marktplätze in ganz Österreich. Vor allem die Rokoko-Stuckfassaden des Schiffsmeister-, Apotheker- und Wörndlehauses aus der Hand des bayerischen Künstlers Johann Baptist Modler begeistern die Besucher immer wieder aufs Neue. Auch die beiden Kirchen des Ortes sind lohnende Ziele für einen Ausflug. Die wurde 1447 an die „Gottleichnamskapelle“ angebaut und hat als einzige katholische Kirche Österreichs den Titel „Zum Heiligen Abendmahl“. Die
Nikolauskirche diente einst zur Verabschiedung der Inn-Schiffer vor ihrer gefährlichen Weiterfahrt. Heute wird das Gotteshaus als Ausstellungs- und Konzertraum und für besondere Gottesdienste wie die Nikolausmesse genutzt.

Obernberg wurde bereits um 950 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt , kam gegen Ende des 12. Jahrhunderts unter die Herrschaft der Passauer Bischöfe und bildete später eine Enklave im ansonsten bayrischen Innviertel. Marktplatz und Burgplatz stammen aus dem Jahr 1199, 1276 erhielt der Ort das Marktrecht durch den römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg. Schiffsmaut und Handwerk machten den Ort reich. Im 17. Jahrhundert verheerten mehrere Brände den Ort, aber die prunkvollen barocken Nachfolgebauten wurden Grundlage der Schönheit des Ortes, die bis heute erhalten ist.

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